Ertragsleistung
Ertragsleistung ist kein streng definierter physikalischer Begriff, wird aber im Bereich der Photovoltaik manchmal verwendet, um die tatsächlich erzielte Leistungsabgabe einer Anlage unter realen Betriebsbedingungen zu beschreiben. Während die Nennleistung die theoretische Spitzenleistung unter Standard-Testbedingungen angibt (zB in kWp für PV-Module), bezieht sich Ertragsleistung auf die effektive Leistung, die eine Anlage zu einem bestimmten Zeitpunkt oder im Durchschnitt tatsächlich liefert. Der Begriff verbindet somit den erzielten Ertrag mit der Leistungsangabe und soll verdeutlichen, wie viel von der theoretischen Leistung in der Praxis erreicht wird. In der Praxis versteht man darunter beispielsweise die durchschnittliche Leistungsabgabe einer PV-Anlage über den Tag oder die tatsächlich erreichte Spitzenleistung unter realen Bedingungen (die oft etwas unter der Nennleistung liegt, etwa durch Temperatur-Einflüsse). So könnte man sagen, die Ertragsleistung einer 10 kWp-Solaranlage betrug am gestrigen sonnigen Mittag 8 kW – das bedeutet, dass von den 10 kW theoretischer Maximalleistung 8 kW real eingespeist wurden. Der Begriff Ertragsleistung dient also der Veranschaulichung der realen Performance einer Anlage, ist aber kein genormter Terminus. In technischen Dokumentationen zieht man präzisere Kennzahlen vor, wie zB den Kapazitätsfaktor oder den spezifischen Ertrag (kWh pro kWp), um die Leistungsfähigkeit einer Anlage zu bewerten. Dieser Ausdruck findet sich eher in Broschüren oder populären Darstellungen, ist jedoch nicht Teil offizieller Normen oder Gesetze.