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Albert Scherzer | Glossar

Durchlässigkeit

Durchlässigkeit beschreibt die Eigenschaft eines Materials oder Mediums, einen Stoff oder eine Strahlung hindurchzulassen. Je nach Kontext kann damit etwa die Lichtdurchlässigkeit (Transparenz) gemeint sein – also wie viel Licht ein Material passieren kann – oder die Durchlässigkeit für Flüssigkeiten und Gase (Permeabilität). Ein Glasfenster hat zum Beispiel eine hohe Lichtdurchlässigkeit, während Milchglas zwar Licht durchlässt, es aber streut, und eine Betonwand nahezu keine Lichttransmission zulässt. Bei Böden spricht man etwa von wasserdurchlässigen (permeablen) Schichten im Gegensatz zu dichten, wasserundurchlässigen Schichten. In der Photovoltaik ist vor allem die Lichtdurchlässigkeit von Bedeutung. So verfügen einige Solarmodule (zB Dünnschicht- oder semitransparente Module) über Zwischenräume oder transparente Bereiche, um Tageslicht hindurchzulassen – etwa bei PV-Glasfassaden oder Überdachungen, wo neben Stromerzeugung auch Helligkeit im Innenraum erwünscht ist. Auch die Glasabdeckung von Solarmodulen weist eine gewisse Durchlässigkeit für verschiedene Spektralbereiche auf: Sie soll möglichst viel sichtbares Sonnenlicht durchlassen, blockiert aber schädliche UV-Strahlung. Im Bauwesen betrifft Durchlässigkeit zB die Dampfdurchlässigkeit von Unterdachfolien (wichtig für die Bauphysik) oder die Luftdurchlässigkeit von Bauteilen, die für die Energieeffizienz von Gebäuden eine Rolle spielt. In Bauvorschriften werden Durchlässigkeiten durch Kennwerte quantifiziert – etwa der sd-Wert einer Folie (für Dampfdurchlässigkeit) oder der n50-Wert eines Gebäudes (Maß für Luftdurchlässigkeit bei Blower-Door-Tests). In der Elektrotechnik spricht man eher von Leitfähigkeit statt Durchlässigkeit; dennoch gibt es verwandte Begriffe, zB die magnetische Permeabilität als Maß dafür, wie gut ein Material magnetische Feldlinien durchlässt.