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Albert Scherzer | Glossar

Schnellladen

Unter Schnellladen versteht man das besonders zügige Aufladen von Batterien – insbesondere von Elektroauto-Batterien – mit hoher elektrischer Leistung. Im Gegensatz zum normalen Laden an der Haushaltssteckdose oder einer AC-Wallbox (was mehrere Stunden dauern kann) erfolgt Schnellladen meist mit Gleichstrom (DC) und deutlich höherer Leistung, etwa 50 kW, 100 kW oder sogar 250 kW und mehr. Moderne High-Power-Charger können entsprechend ausgelegte Fahrzeuge in 10 bis 30 Minuten zu einem Großteil (zB bis ~ 80 % Ladestand) aufladen. Technisch übernimmt beim Schnellladen die Ladesäule die Umwandlung des Netzwechselstroms in Gleichstrom und speist diesen direkt in die Fahrzeugbatterie. Dadurch werden weit höhere Ladeleistungen erreicht, als das bordeigene Ladegerät (für AC) bereitstellen könnte. Schnellladen erfordert spezielle Anschlüsse und Standards: In Europa dominiert der CCS-Stecker (Combined Charging System) als einheitlicher Standard. Daneben existieren CHAdeMO-Anschlüsse (vor allem bei älteren asiatischen Modellen) sowie das Tesla-Supercharger-System (inzwischen ebenfalls auf CCS-Basis). Der Vorteil des Schnellladens liegt darin, dass Elektrofahrzeuge auf langen Strecken in kurzen Pausen nachgeladen werden können – ähnlich dem Auftanken eines Verbrenners. Allerdings wirkt sich die hohe Ladeleistung stärker auf die Batterie aus: Um Überhitzung und Alterung zu begrenzen, regelt die Fahrzeugsoftware die Ladeleistung bei hohem Ladestand automatisch herunter (flacher werdende Ladekurve). Trotz dieser Einschränkungen ist der Ausbau von Schnelllade-Infrastruktur entscheidend für die Akzeptanz der Elektromobilität, da er die Alltagstauglichkeit von E-Autos – gerade auf Reisen – erheblich erhöht.