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Albert Scherzer | Glossar

Unterdachbahn

Unterdachbahnen sind wasserführende Schichten unterhalb der Dachdeckung, die Niederschlagswasser ableiten und den Dachaufbau vor Feuchtigkeit schützen. In Kombination mit Photovoltaikanlagen, insbesondere bei dachintegrierten Systemen, übernehmen sie eine entscheidende Abdichtungsfunktion, da PV-Module zwar wasserableitend, aber nicht völlig wasserdicht sind. Hochwertige Unterdachbahnen sind diffusionsoffen, UV-beständig und temperaturresistent. In Österreich werden sie nach ÖNORM B 4119 in Wasserdichtheitsklassen eingeteilt; die Auswahl richtet sich nach Dachneigung, Klimaeinflüssen und Dachform. Anschlüsse an Durchdringungen wie Kabelauslässe, Dachhaken oder Halterungen müssen mit geprüften Manschetten oder Dichtbändern ausgeführt werden. Im Alpenraum ist die zusätzliche Schneesicherung wesentlich, um Rückstau und Eisbildung zu vermeiden. Unterdachbahnen müssen zudem mechanischen Belastungen durch Montagepersonal standhalten (Durchtrittssicherheit) und dürfen keine chemischen Reaktionen mit Unterkonstruktionen oder Bitumenlagen eingehen. Eine sorgfältige Verlegung mit überlappenden Bahnen und kontrollierten Wasserläufen zur Traufe gewährleistet die Dauerhaftigkeit der Dachabdichtung.