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Alfred Weninger-Vycudil | Praxiswissen | Fachbeitrag

6.7.2 Grundlagen der Straßenentwässerung

Straßenoberflächenwässer sind unter Beachtung von wasserwirtschaftlichen Anforderungen grundsätzlich dem Wasserkreislauf wieder zuzuführen. Dabei ist aber besonders auf die Vermeidung von Gewässerbelastungen zu achten, sodass gegebenenfalls eine Vorreinigung oder Retention der Straßenwässer vorgenommen werden muss, sofern es überhaupt möglich ist, diese ohne entsprechende umfangreiche Aufbereitungsmaßnahmen (Kläranlagen) dem Wasserhaushalt wieder zuzuführen. Einer Bodenversickerung vor Ort ist wegen der Grundwasserneubildung die Einleitung in einen oder mehrere Vorfluter (Gewässer) grundsätzlich vorzuziehen. Durch eine flächenhafte Ein- bzw Versickerung (über Bodenpassage bzw Bodenfilter) kann auch die Belastung des Grundwassers minimiert werden, wobei die Örtlichkeit der Entwässerungseinrichtungen eine wesentliche Rolle bei der Auswahl der Entwässerungsanlagen spielt. In wasserwirtschaftlich relevanten Bereichen (zB Brunnenschutzgebieten) können dabei umfangreiche bauliche Maßnahmen erforderlich sein, die in der Folge auch mit hohem Erhaltungsaufwand verbunden sind.

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