2.4.6.5 Lebenszyklusbewertung mit Erhaltungsintervallen
Eine deutliche methodische Erweiterung und folglich auch eine deutliche Erhöhung der Aussagegenauigkeit der Ergebnisse liefert die Lebenszyklusbewertung. Für die Abschätzung des Erhaltungsbedarfes werden in den meisten Fällen auf der Grundlage der Altersstruktur des Objektes (statistisch gesicherte) Instandhaltungs-, Instandsetzungs- bzw Erneuerungsintervalle über eine längere Periode angesetzt. Werden die Erhaltungsmaßnahmen mit Kosten in Verbindung gebracht, lässt sich der Erhaltungsbedarf sehr rasch für jedes Objekt bzw für die gesamte Anlage abschätzen. Grundsätzlich sind für diese Vorgehensweise keine Zustandsprognosemodelle erforderlich, es empfiehlt sich jedoch, vor allem den Ist-Zustand als Kalibriergröße für den Anfangspunkt der Lebenszyklusbewertung heranzuziehen.