1.4 Cybermobbing in der Gamingszene
Die Besonderheit hierbei liegt darin, dass es sich um eine Form von Mobbing handelt, die ausschließlich in der digitalen Welt passiert. Cybermobbing in der Gaming-Szene ist ein wachsendes Problem, da Online-Spiele oft anonyme Interaktionen ermöglichen und eine hohe Zahl von jungen Menschen aktiv ist. Viele Spiele bieten Chatmöglichkeiten an, entweder ton- oder textbasiert, was eine direkte und oft ungefilterte Kommunikation zwischen User:innen ermöglicht. Beleidigungen, Drohungen und toxisches Verhalten können so leicht verbreitet werden. Ein wesentliches Problem ist, dass sich Spieler:innen leicht hinter Pseudonymen verstecken und somit in Anonymität wähnen können. In einigen Gaming-Communities werden aggressives Verhalten, wie das „Flaming“ (heftige verbale Angriffe), „Trolling“ (absichtliche Störung des Spiels) oder „Griefing“ (gezielte Störung anderer Spieler), als normale Elemente des Spiels angesehen. Dies kann Cybermobbing begünstigen. Wenn Gruppen von Spieler:innen gezielt einzelne Personen mobben und dies durch koordinierte Aktionen geschieht, nennt man das „Raid“. Auch dies ist ein gängiges Phänomen in der Gamingszene.