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Sophie Rendl | Praxiswissen | Fachbeitrag

9.3 Intersektionalität im Zusammenhang mit Ökonomischer Gewalt

Wie im Kapitel „Intersektionalität bei Struktureller Gewalt“ beschrieben, lässt sich auch in diesem Zusammenhang festhalten, dass Intersektionalität eine große Rolle spielt. Je mehr Abhängigkeiten oder Diskriminierungsmerkmale eine Person in sich vereint, desto höher ist das Risiko, in eine Situation ökonomischer Abhängigkeit zu geraten. Diese Abhängigkeiten entstehen aus zahlreichen strukturellen Problemen, darunter soziale, wirtschaftliche, kulturelle und politische Ungleichheiten. Wenn Individuen in einem Umfeld leben, das von Diskriminierung, Marginalisierung oder sozialer Benachteiligung geprägt ist, können sie bereits vor der Ausübung ökonomischer Gewalt in Positionen sein, in denen ihre Möglichkeiten, finanziell unabhängig zu sein, stark eingeschränkt sind.

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