1.5.3 Lebensbedingungen betroffener Kinder
Ungleiche Lebensbedingungen spiegeln sich in der Verteilung der Gesundheitschancen und Krankheitsrisiken wider: Arme oder armutsgefährdete Kinder haben bei ihrer Geburt ein geringes Geburtsgewicht, eine geringere Körpergröße bei Schuleintritt, sind häufiger in Unfälle verwickelt, klagen öfter über Bauch- oder Kopfschmerzen, weisen häufiger Entwicklungsverzögerungen auf und neigen eher zu gesundheitsriskantem Verhalten wie ungesundem Essen, Rauchen oder wenig sportlichen Aktivitäten. Kinder und Jugendliche, die in Haushalten mit niedrigem Einkommen aufwachsen, können privat zu bezahlende, nötige Leistungen wie Zahnarztbesuche, Therapiestunden oder Brillen oft nicht in Anspruch nehmen.