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Isabell Naronnig - Elisabeth Udl | Praxiswissen | Fachbeitrag

6.1.4 Sexualisierte Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen

Wie bei allen bisher beschriebenen Gewaltformen sind auch im Bereich der sexualisierten Gewalt Menschen mit Behinderungen im Vergleich zu nichtbehinderten Menschen deutlich häufiger betroffen. Dies zeigt unter anderem die 2019 veröffentlichte Studie „Erfahrungen und Prävention von Gewalt an Menschen mit Behinderungen“ (Hemma Mayrhofer, Anna Schachner, Sabine Mandl, Yvonne Seidle, siehe: https://broschuerenservice.sozialministerium.at/Home/Download?publicationId=718). Aus dieser Studie geht hervor, dass sowohl Frauen als auch Männer mit Behinderungen im Vergleich zu nichtbehinderten Menschen deutlich häufiger von sexualisierter Gewalt betroffen sind. Wesentlich ist dabei die Feststellung, dass, wie auch bei nichtbehinderten Menschen, Frauen häufiger von sexualisierter Gewalt betroffen sind als Männer. Kombiniert mit dem Wissen, dass der überwiegende Teil der Täter:innnen in diesem Bereich Männer sind, muss hier für die Unterstützung von betroffenen Personen der Gender-Aspekt besonders einbezogen werden.

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