3.1.1 Quantencomputing im Praxiseinsatz
Quantencomputing, das Rechnen mit Qubits (Quanten-Bits) statt klassischen Bits, verspricht, bestimmte hochkomplexe Probleme zu lösen, die für herkömmliche Computer unerreichbar sind. Obwohl praktisch einsetzbare Quantencomputer im produktiven Dauerbetrieb heute noch nicht verfügbar sind, gewinnt das Thema für Industrieunternehmen rapide an Relevanz. Regierungen und Konzerne investieren massiv in die Technologie. So plant etwa die deutsche Bundesregierung bis 2026 rund EUR 3 Mrd in die Entwicklung von Quantentechnologien und deren Transfer in Anwendungen zu investieren. Ähnlich fließen EU-weit und international Milliardenbeträge in Quantenhardware, -software und -talente. Parallel dazu steigt die Zahl der Pilotprojekte und Proof-of-Concepts in Unternehmen stetig an. Zwar ist ein eindeutiger wirtschaftlicher Quantenvorteil, also eine belegbarer Leistungsüberlegenheit von Quantencomputern gegenüber klassischen Rechnern in praxisrelevanten Aufgaben, noch nicht erbracht, doch technologische Fortschritte bei mehreren Hardware-Plattformen nähren die Erwartungen beträchtlicher Wertschöpfungspotenziale. Entsprechend bereiten sich Industrie und Forschung darauf vor, frühzeitig Know-how aufzubauen, um die kommenden Vorteile nutzen zu können.