6.2 Telemedizin in der Praxis
Kommunikationsmedien und Einsatzmöglichkeiten
Als Ersatz für den unmittelbaren physischen Kontakt zwischen Patienten und Ärzten im herkömmlichen Setting (gleichzeitige Anwesenheit am selben Ort) können unterschiedlichste Informations- und Kommunikationstechnologien dienen. Als Beispiele können etwa Telefon, Videokonsultation, diverse Kommunikationsportale für Patienten (Patientenportale), spezielle Applikationen und Systeme (bspw ELGA oder visit-e) oder auch Fernüberwachungsprogramme genannt werden. Bei all diesen Technologien ist jedoch zu berücksichtigen, dass die in der Ausübung von Telemedizin betroffenen Daten regelmäßig medizinische und damit besonders schutzwürdige Daten darstellen; entscheidend ist somit die Gewährleistung einer sicheren Übertragung dieser Daten (siehe dazu bereits die Mitteilung der Kommission vom 4. November 2008 an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen über den Nutzen der Telemedizin für Patienten, Gesundheitssysteme und die Gesellschaft KOM[2008] 689 endgültig, Seite 3).