3.2.4 Gebäudeautomation
Die Gebäudeautomation dient der automatischen Steuerung, Regelung und Überwachung der gebäudetechnischen Anlagen, insbesondere auch der RLT-Geräte und koordiniert die verschiedenen Funktionen und Aufgaben der technischen Gewerke (HKLS) wie zB Lichtsteuerung, Beschattungssteuerung, Heizungs- und Temperaturregelung etc. Ziel ist es, durch die Vernetzung der technischen Anlagen im Gebäude Funktionsabläufe gewerkeübergreifend automatisch nach vorgegebenen Parametern durchzuführen, oder deren Bedienung bzw Überwachung zu vereinfachen. Sämtliche Gewerke werden dabei intelligent miteinander vernetzt, damit alle Funktionen zentral verwaltet werden können. Die Vernetzung der Gebäudesysteme und die Digitalisierung der Strukturen bieten die Möglichkeit, die Wartung von Gebäuden langfristig effizienter zu gestalten. Je nach Ausbaustufe kann die Gebäudeautomation das zuständige Facilitymanagement über Anomalien verständigen. Diese können so vorbeugend und somit mit weniger Aufwand für den Gebäudebetreiber behoben werden. Dieser Prozess wird als Predictive-Maintenance bezeichnet. Durch die frühzeitige Erkennung von Schäden können Ressourcen besser geplant und eingesetzt werden. Der Einsatz intelligenter Sensorik kann ebenfalls helfen Ressourcen, Material und Energie zu sparen. So kann zB mithilfe von Sensoren ermittelt werden ob und wie häufig Räume genutzt werden. Diese Information in Kombination mit Wetterdaten ermöglicht eine effizientere Reinigung, sprich es werden auch nur die tatsächlich genutzten Räume gereinigt.