3.2.3 Technische Gebäudeausrüstung vs Energieeffizienz
Technik begegnet uns an vielen Stellen im Gebäude. Sie begegnet uns auf jeden Fall in der technischen Gebäudeausstattung (TGA), sprich in Heizung, Lüftung, Klimaanlage oder im Sanitärbereich. Technik überwacht, regelt, automatisiert und optimiert Funktionsabläufe. Darüber hinaus treibt sie die Digitalisierung voran und vernetzt die Gebäudedaten. • [Fußnote: DGNB-Blog, Gebäudetechnik, oder: Wann ein Technikeinsatz sinnvoll ist, https://blog.dgnb.de/gebaeudetechnik/(03.09.2024).] Techniksysteme können aktiv oder passiv sein. So hilfreich diese technische Gebäudeausstattung auch sein mag, hat sie auch ihre Schwachstellen. So kämpfen innovativ und energieeffizient geplante Gebäude nach Fertigstellung im tatsächlichen Betrieb oft mit deutlichen Verfehlungen der Ziel- und Planungswerte. Die Folgen sind ein langer Projektnachlauf, unzufriedene Nutzer sowie hohe Betriebskosten und Energieverbräuche. Die Ursachen können in Planung, Errichtung und Inbetriebnahme liegen, sind oft vielfältig und schwer zu identifizieren. Technisches Monitoring, als Zusatz zum Inbetriebnahme-Management, kann hier die Lösung sein. Das Technische Monitoring ermöglicht eine bessere und schnellere Optimierung des Gebäudebetriebs von neu errichteten und sanierten Gebäuden und lokalisiert im Idealfall noch vor der Übergabe, aber spätestens in der Gewährleistungsphase alle versteckten Mängel einer Haustechnikanlage. Es wird ein Soll-Ist-Vergleich zwischen geplanter und erreichter Qualität dargestellt damit Mängel präzise und schnell lokalisiert werden können. Eine Gebäudezertifizierung als transparentes Optimierungstool kann hier eine Hilfe sein.