Big Data
Unter „Big data“ werden enorme Datenmegen verstanden, welche im täglichen Betrieb eines Unternehmens produziert werden. In vielen Fällen wird diese Datensammlung derartig groß und komplex, dass gewöhnliche Methoden der Datenverarbeitung nicht mehr ausreichen, um eine ordnungsgemäße Speicherung vorzunehmen und um anschließend Schlüsse aus der Analyse zu gewinnen. Eines der Hauptprobleme liegt dabei schon in der Qualität der gesammelten oder zu sammelnden Daten. Bei diesen enormen Datenbeständen kommt es oft dazu, dass diese weitgehend unstrukturiert sind, was die Nutzbarkeit erheblich einschränkt oder sogar unmöglich macht. Zu diesem Zweck werden nicht selten Strukturalgorithmen (automatisierte Berechnungs- und Ordnungsverfahren) eingesetzt, um großen Mengen an ungeordneten Datensätzen eine Struktur zu verleihen. Das Datenschutzgesetz sieht per se kein Verbot vor, große Mengen wirtschaftlich relevanter Daten zu verarbeiten. Um datenschutzrechtliche Konflikte zu vermeiden, können Unternehmen Big-Data-Technologien auch in der Form nicht personalisierter Analysen nutzen, wobei häufig die – wenn auch komplexe – praktische Rückführbarkeit über Umwege kritisiert wird.