5.7 Brand- und Explosionsschutz bei Wasserstoff-Fahrzeugen
Mit der Bezeichnung „Wasserstoff-Fahrzeuge“ sind Fahrzeuge gemeint, die Wasserstoff als „Brennstoff“ anstelle von herkömmlichen Treibstoffen, wie sie aus der Reihe der chemischen Verbindungsklasse der Kohlenwasserstoffe (Benzin, Diesel) gängig sind, verwenden. Dabei besteht ein wichtiger technologischer Unterschied: Bei klassischen Verbrennungsmotoren wird die bei der Verbrennung von Benzin oder Diesel entstehende Energie in Form von Volumenarbeit durch die explosionsartige Verbrennung im Kolben des Motors direkt in mechanische Energie zum Antrieb des Fahrzeuges umgesetzt. Bei Wasserstoff-Fahrzeugen wird dagegen die bei der Oxidation („Verbrennung“) des Wasserstoffs mittels Sauerstoff in der so genannten „Knallgasreaktion“ frei werdende chemische Energie in einer „Brennstoffzelle“ in elektrische Energie umgewandelt, die dann zum Antrieb des Fahrzeuges in mechanische Energie transponiert wird. Um die für den Brand- und Explosionsschutz relevanten Problemfelder zu verstehen, ist ein wenig Grundlagenwissen über die Eigenschaften und die Verwendung von Wasserstoff notwendig, das im Folgenden grob umrissen wird.