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Christina Fischer-Kienberger | Praxiswissen | Fachbeitrag

6.3 Die Mediation

Die Mediation per se ist ein außergerichtliches Verfahren, um Konflikte beizulegen. Sie bietet Möglichkeiten, Konflikte so auszutragen, dass die Beilegung auf Basis eines gegenseitigen Verstehens und in einem sozialen Frieden erfolgen kann. Konflikte werden oft in destruktiven Kommunikationsformen ausgetragen und daher ist es auch eine Notwendigkeit, gelungene Kommunikation in Form von Regeln und einer inneren lösungsorientierten Haltung anzustreben. Das Ziel einer Mediation soll es sein, zu einer Übereinkunft zu erlangen, die vertraglich festgehalten ist. Je besser das Mediationsverfahren für die Beteiligten ist, desto seltener sind Nachfolgekonflikte, die es zu vermeiden gilt. Die Mediation ist nicht nur eine Möglichkeit, Konflikte beizulegen, sondern regt auch die persönliche Entwicklung der Beteiligten an. Dabei geht es beispielsweise um Erkenntnisse zur eigenen Person und das Erkennen von möglichen Kommunikationsfehlern. Eine Entwicklung ist auch dann möglich, wenn die Mediation keinen Erfolg erzielt hat, wenn es nicht verabsäumt wurde, Ursachen für das Misslingen des Prozesses zu analysieren und nebenbei die Entwicklung an Erkenntnissen festzuhalten. Mediatoren können für die Parteien die Konflikte nicht lösen, doch sind sie erheblich daran beteiligt, neue Sichtweisen und Einsichten zu erhellen (Montada, Kals 2013: 13–14).

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