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Christina Fischer-Kienberger | Praxiswissen | Fachbeitrag

6.4 Mediation in Gruppen und Teams

Bei der Teammediation spricht man von einem Teilbereich der Wirtschaftsmediation. Es werden Konflikte bearbeitet, die innerhalb von Teams und im Unternehmen auftreten (Thiel, Widder 2003: 85). Entscheidend für die Mediatoren ist, dass ihnen bewusst wird, dass bei Mediationen in Teams und Unternehmen mehrere systemische Ebenen berührt werden. Die erste Ebene ist die persönliche Ebene, die individuell ausgerichtet ist. Die zweite Ebene ist die Beziehungsebene, auf welcher sich das individuelle und das soziale System gegenüberstehen. Die soziale Struktur, in welcher der Konflikt ausgetragen wird, ist die dritte übergeordnete Ebene. Jede Organisation hat eigene Rahmenbedingungen und soziale Strukturen. Oft sind unklare Verteilungen von Aufgaben oder eine zu hohe Arbeitsverdichtung Auslöser für Konflikte. Da stellt sich die Frage, inwieweit eine Organisation die Bereitschaft zeigt, auch zu hinterfragen, welchen Beitrag sie zum Konflikt beisteuert. Diese unterschiedlichen Ebenen benötigen auch eine flexible und angepasste Herangehensweise. Die klaren Absprachen mit Führungskräften und die offene Ansprache, auf welcher Ebene die Parteien sich gerade befinden, sind Grundvoraussetzungen für die Durchführung und bestenfalls gelingende Mediation (Weckert et al 2011: 22–24).

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