15.1 Sekundärdaten in der Pflege
Bereits Florence Nightingale hat vor 150 Jahren die systematische Sammlung von Gesundheitsdaten gefordert (McDonald, 2001, 68 f). Dieses Anliegen hat dank dem Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) mit deren vielfältigen und weitreichenden Anwendungsmöglichkeiten an Aktualität gewonnen. Gesundheitsdaten aus der Patientendokumentation bergen im Zusammenhang mit der Sekundärnutzung ein großes Nutzungspotenzial für die verschiedenen Akteurinnen im Gesundheitswesen. Die Daten können nicht nur direkt für die Patientenversorgung, sondern auch für patientenübergreifende Fragestellungen, wie sie etwa in den Bereichen der Qualitätssicherung oder des Controlling vorkommen, genutzt werden (Leiner et al, 2012, 93 ff). Die Wichtigkeiten von Pflegedaten zur Nutzung für strategische Entscheidungen im Gesundheitswesen nimmt zu, zB im Bereich des Qualitätsmanagements oder der Personaleinsatzplanung.