3.2.5 Selbstwirksamkeit, Selbstfürsorge und Selbstorganisation
Unter dem Titel „Pflege, Kommunikation und Affekt“ schreibt Matolycz (2009, S 181), dass es sich bei Wut und Ärger um Affekte handelt, die uns dann überkommen, wenn wir überfordert sind. Bei diesen Zuständen werden Grenzen überschritten bzw wird Angst oder Frustration empfunden, was im Gegensatz zum Anspruch einer professionellen Kommunikation steht. Dabei treten Affektsituationen auf beiden Seiten auf: auf Pflegendenseite und auf Seite der zu Pflegenden. Das Gegenteil von Affekten wird von der professionellen Kommunikation erwartet, nämlich Geduld, Verständnis sowie die Bereitschaft, anderen beistehen und helfen zu wollen. Herrscht jedoch Frustration, kann es in der Praxis schon mal zum Anschreien des Pflegepersonals, zu einem um sich Schlagen oder Stoßen bzw zu verbalem Abwerten durch die Gepflegten kommen.