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Lena Matull | Praxiswissen | Fachbeitrag

4.5 LEVEL(s) als Gebäuderating-Tool – Nachhaltigkeit im Einklang mit der EU-Taxonomie

Neue Anforderungen an Nachhaltigkeit im Bauwesen

Die Folgen der Klimakrise, die inzwischen auch massiv in Österreich, im vergangenen Jahr etwa durch die Hochwasserereignisse, spürbar sind, zeigen deutlich auf, was schon lange prognostiziert wurde. Klimarisiken sind längst zu handfesten wirtschaftlichen Risiken geworden – ob nun im Hinblick auf physische Schäden, regulatorische Anforderungen oder Veränderungen der Märkte. Vor diesem Hintergrund wird nachhaltiges Handeln für Unternehmen nicht nur aus ethischen oder ideologischen Gründen relevant, sondern aus rein wirtschaftlicher Notwendigkeit. Die Berücksichtigung von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) sowie die Orientierung an der EU-Taxonomie zur Förderung nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten bieten einen strukturierten Rahmen, um Risiken zu minimieren, Chancen zu erkennen und langfristige Wertschöpfung zu sichern. Investitionen in Klimaneutralität (oder Net-Zero), bedeutet auch in die Zukunftsfähigkeit des eigenen Geschäftsmodells zu investieren. Für die Immobilien- und Bauwirtschaft gilt das in besonderem Maße: sie zählt zu den ressourcen- und emissionsintensivsten Branchen überhaupt und steht damit im Zentrum klimapolitischer Maßnahmen.

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