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Neu Dokument-ID: 1076686

Eva-Maria Hintringer | Judikatur | Leitsatz

3.2.29 Betrifft der Verweis in § 28 Abs 1 Z 1 WEG 2002 auf § 3 MRG auch „fiktive“ Erhaltungsarbeiten?

OGH: Der Anspruch des einzelnen Wohnungseigentümers nach §§ 28 Abs 1 Z 1, 30 Abs 1 Z 1 WEG 2002 umfasst nach der Rechtsprechung die ordnungsgemäße Erhaltung „im jeweils ortsüblichen Standard“ der allgemeinen Teile der Liegenschaft iSd § 3 MRG, einschließlich der baulichen Veränderungen, die über den Erhaltungszweck nicht hinausgehen und der Behebung ernster Schäden des Hauses in einem Wohnungseigentumsobjekt. Zweckmäßige und wirtschaftlich gebotene Erneuerungsarbeiten gehören auch dann noch zur Erhaltung bestehender Anlagen, wenn es sich dabei um die erstmalige Herstellung eines mängelfreien Zustands handelt, es dabei zu einer vollständigen Erneuerung kommt bzw Veränderungen vorgenommen werden, die gegenüber dem vorigen Zustand als „Verbesserung“ anzusehen sind. Die Rechtsprechung definiert als Voraussetzung für die Qualifikation als Erhaltungsarbeit die Reparaturbedürftigkeit, Schadensgeneigtheit oder Funktionseinschränkung.

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