3 Grundverkehrsrecht – Pacht und Nutzungsüberlassung
Das österreichische Grundverkehrsrecht regelt den Erwerb von Grundstücken und bestimmten Nutzungsrechten, insbesondere im Bereich der land- und forstwirtschaftlichen Flächen, mit dem Ziel, den Boden als essenzielle Lebens- und Wirtschaftsgrundlage zu schützen. Es handelt sich nicht um ein einheitliches Bundesgesetz, sondern um eine Reihe von Landesgesetzen, die von den einzelnen Bundesländern erlassen wurden. Diese Regelungen unterscheiden sich im Detail, verfolgen jedoch gemeinsame Grundprinzipien. Im Zentrum des Grundverkehrsrechts steht die Kontrolle und Genehmigung bestimmter Grundstückstransaktionen, insbesondere wenn es um die Übertragung von landwirtschaftlich oder forstwirtschaftlich genutztem Grund, um Verkäufe an Nicht-Landwirte oder um den Erwerb durch Ausländer geht.