3.2.1 Eigenkapital
Das Eigenkapital stellt die Differenzgröße zwischen dem aktivseitig ausgewiesenen Vermögen und dem Fremdkapital dar. Die Ermittlung des bilanziellen Eigenkapitals erfolgt daher rein rechnerisch. Es repräsentiert damit den Reinvermögenswert des Unternehmens. Das Eigenkapital ist jenes Kapital, das der Unternehmer bzw Gesellschafter ins Unternehmen eingebracht hat und ändert sich durch die laufende Geschäftstätigkeit, indem es sich durch Gewinne vermehrt und Verluste vermindert. Eigenkapital stellt damit als Innenfinanzierung ein Finanzierungsinstrument dar. Diese liegt dann vor, wenn das Unternehmen Gewinne erwirtschaftet und sich dadurch das Eigenkapital erhöht. Die Finanzierung erfolgt daher aus dem Unternehmen selbst. Darüber hinaus dient das Eigenkapital aber auch als Risiko- und Haftungspuffer. Risikopuffer, weil es durch Verluste des Unternehmens aufgezehrt wird und Haftungspuffer, weil es für die Unternehmensschulden haftet. Im Falle einer Unternehmenskrise hat das Eigenkapital den Vorteil, dass im Gegensatz zum Fremdkapital keine Zinsen anfallen.