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Daniela Michlits | Praxiswissen | Fachbeitrag

11 Kennzahlenanalyse

Anlagenintensität

Anlagenintensität =

bereinigtes Anlagevermögen : bereinigtes Gesamtvermögen

Je größer die Anlagenintensität ist, desto geringer ist die Flexibilität auf Marktänderungen zu reagieren, insb bei sehr teuren Maschinen, die zB bei Absatzeinbrüchen nicht von heute auf morgen veräußert werden können. Daraus resultiert auch ein größerer Fixkostenanteil, insb Abschreibungen und Zinsaufwendungen. Je größer die Anlagenintensität ist, desto wahrscheinlicher sind Fixkostenremanenzen, also, dass Fixkosten bei sinkender Beschäftigung/Produktion nur verzögert sinken bzw unterproportional nachgeben. Die Dispositionselastizität ist niedriger bei hoher Anlagenintensität, sprich Gewinne sinken bei Umsatzrückgängen stärker, da die Fixkosten – bei Anlagevermögen sind das Abschreibungen und Fremdkapitalzinsen – weiterlaufen. In diesem Fall wird erhöhter Fremdkapitalbedarf erforderlich sein. Man kann also sagen, dass die Anlageintensität in Zusammenschau mit Kennzahlen der Kapitalstruktur und Erfolgsstruktur einen Risikoindikator darstellt.

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