19.1 Ladungssicherung
Das Thema Ladungssicherung bzw Ladegutsicherung stellt für viele Unternehmen noch immer ein rotes Tuch dar. Deshalb wird es meistens auch recht stiefmütterlich behandelt. Der Trend zeigt jedoch, dass der Güterverkehr trotz gegenteiliger Prognosen immer mehr zunimmt. Die Unfallzahlen, welche mangelnde Ladungssicherung als Ursache haben, bleiben annähernd gleich. Das bedeutet jedoch, dass trotzdem jeden Tag Ladegut verloren geht und somit andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Denn nicht nur Ladung, die vom Lastkraftwagen herunterfällt, kann jemanden gefährden, sondern auch Ladung, die am Boden liegt und durch ein Kraftfahrzeug wieder aufgeschleudert wird. Mangelnde Ladungssicherung ist aufgrund der Häufigkeit von Unfällen auch kein Kavaliersdelikt mehr und wird von der Exekutive immer mehr kontrolliert. Oft hört man dabei Aussagen wie, die Ladung selbst ist doch schon schwer genug oder das hat bis jetzt immer gehalten. Diese „Ausreden“ sind jedoch längst nicht mehr akzeptabel und wird man vor Ort kontrolliert, muss neben einem Bußgeld auch noch richtig nachgesichert werden. Ist dies gar nicht mehr möglich, zB, weil man zu wenig Zurrmittel mithat, wird das Fahrzeug abgestellt, bis der Mangel fachgerecht behoben wurde. Dies kann mitunter recht lange dauern und ist deshalb auch mit erheblichen Mehrkosten verbunden (wie zum Beispiel Pönalzahlungen durch Zeitverzug). Dabei ist eine korrekte Ladegutsicherung keineswegs umständlich zu erzielen. Ein paar einfache Hilfsmittel, wie zum Beispiel Antirutschmatten, Zurrgurte oder auch Keile reichen, um die Ladung von einem Verrutschen oder Kippen zu sichern.