8.2.7 Kurze Darstellung der wichtigsten Maßnahmen des konstruktiven Explosionsschutzes
Entkoppelung
Die Entkoppelung verschiedener explosionsgefährdeter Bereiche ist eine verhältnismäßig einfache, aber umso effektivere Maßnahme, um zu verhindern, dass aus einer kleinen Explosion eine oder mehrere große werden. Wie der Name bereits andeutet, geht es hierbei darum, verschiedene Anlagenteile voneinander explosionstechnisch zu entkoppeln und somit die Ausbreitung von Explosionen auf größere Volumen und andere Anlagenteile zu vermeiden. Ziel der Entkoppelung ist, sowohl die Druckwelle als auch die Flammen zu stoppen (wenn nur die Flamme gestoppt wird, ist dies eine partielle Entkoppelung – in einigen Fällen kann dies ausreichen) und somit eine Ausbreitung der Explosionsfolgen zu verhindern. Dabei wird zwischen der aktiven und der passiven Entkoppelung unterschieden. Passive Entkoppelungssysteme reagieren allein durch die Explosionswirkung. Die aktiven Systeme registrieren über druck- oder optische Sensoren eine Explosion und aktivieren die entsprechenden Gegenmaßnahmen. Möglichkeiten, um eine Explosionsentkoppelung zu erreichen, sind beispielsweise: Zellradschleusen, geeignete Rückschlagklappen, 180°-Umlenkung (alias „Ex-Schlote“), Löschmittelsperren, Schnellschlussschieber, Schnellschlussventile.