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Christian Schenk | Praxiswissen | Fachbeitrag

7.10 Ein Modell zur Umsetzung von Safety II – Die FRAM

Die Functional Resonance Analysis Method – kurz FRAM – ist eine Methode zur Analyse komplexer soziotechnischer Systeme mit dem Fokus auf den sicherheitsrelevanten Aspekten. Die FRAM wurde von Erik Hollnagel entwickelt (Hollnagel, 2012) und kann in die lange Tradition der Theorien und Methoden der Sicherheitsforschung eingeordnet werden. Sie zielt vor allem auf die Beschreibung und das Verstehen komplexer Arbeitssysteme unter Verwendung einer grafischen Modellierung ab. Die FRAM verfügt international über eine Verbreitung in Wissenschaft und Praxis und kommt auch im Gesundheitswesen zur Anwendung. In der FRAM werden Arbeitsprozesse als vernetzte und interdependente Funktionen modelliert, wobei der Schwerpunkt auf dem „work as done“ liegt, das heißt der Beschreibung der Funktionen in ihrem tatsächlichen, alltäglichen Ablauf. Das heißt, ein Grundsatz der FRAM ist die Annahme, dass in Arbeitssystemen die gedachte und geplante Sicht der Prozesse („work as imagined“ WAI) von der tatsächlichen Praxis („work as done“, WAD) abweicht.

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