2.1.2 Bedeutung und methodischer Ansatz
Im arbeitsmedizinischen Belastungs-/Beanspruchungskonzept finden sich zusätzliche Überwachungsansätze, die sich vom Früherkennungsprinzip der allgemeinen Gesundenuntersuchung unterscheiden. Ausgehend von bekannten Belastungen am Arbeitsplatz – entsprechend der gesetzlichen Diktion „Einwirkung“ – besteht arbeitsmedizinisch die Möglichkeit, bei chemischen Einwirkungen die „interne“ Belastung im Organismus des exponierten Arbeitnehmers durch Analysen von Körperflüssigkeiten das Ausmaß der tatsächlichen Aufnahme bzw der Stoffwechselreaktionen festzustellen (Biomonitoring). Die daraus folgende Beanspruchung von Zielorgansystemen durch die externe Belastung bzw Einwirkung kann weiters arbeitsmedizinisch untersucht werden (Effektmonitoring).