3.5 Konkrete Risikofaktoren
Um die Bedürfnislagen von Kindern zu adressieren, muss man verstehen, dass immer mehrere Dimensionen auf das Wohlbefinden von Kindern einwirken und diese einander unterstützen oder unter Umständen auch schädigen können. Wustmann unterscheidet • [Fußnote: Wustmann, C. (2007): Resilienz. In: Auf den Anfang kommt es an: Perspektiven für eine Neuorientierung frühkindlicher Bildung. Bildungsforschung Band 16. Abschnitt B. Bonn/Berlin: Bundesministerium für Bildung und Forschung. S 119–190.] hier zusätzlich Vulnerabilitätsfaktoren von Risikofaktoren und verweist auf die Entwicklungspathologie, die einerseits auf biologische oder psychologische Merkmale des Kindes abstellen und andererseits die psychosozialen Merkmale der Umwelt eines Kindes betreffen und Risikofaktoren oder auch Stressoren genannt werden. Die untenstehende Tabelle ermöglicht einen übersichtlichen Einblick in die Komplexität und multidimensionalen Beziehungsgeflechte sowie ihre gegenseitigen Bedingtheiten. Die Herausforderung in der Abklärung des Kindeswohls ist daher eine Einschätzung über ein mögliches Risiko zu treffen, wohl wissend immer nur einen Ausschnitt der komplexen Lebenswelt und Umwelt des betroffenen Kindes zu kennen.