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Beatrix Lehner | Praxiswissen | Fachbeitrag

2.1 Zwingender Widerruf (§ 148 Abs 1, § 149 Abs 1 Z 1 und 2 BVergG 2018)

Die zwingenden Gründe für einen Widerruf müssen objektiv vorliegen. • [Fußnote: BVA 4.2.2013, N/0117-BVA/14/2012-34, RPA-Slg 2013/58 = RPA-Slg 2013/59 = RPA-Slg 2013/60 = VIL-Slg 2013/19.]  Der Maßstab für das Vorliegen eines zwingenden Widerrufsgrundes ist die Frage, ob ein besonnener öffentlicher Auftraggeber oder eine besonnene vergebende Stelle in der fraglichen Situation von einer Ausschreibung überhaupt absehen würde oder die Ausschreibung wesentlich anders gestalten würde. • [Fußnote: BVwG 8.4.2014, W139 2000175-1/44E; W139 2001924-1/24E, ECLI:AT:BVWG:2014:W139.2000175.1.00 = ECLI:AT:BVWG:2014:W139.2001924.1.00.]  Ein Ermessen, wie dies bei den fakultativen Widerrufsgründen gegeben ist, kommt dem Auftraggeber oder der vergebenden Stelle hierbei nicht zu. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es sich um schwerwiegende Gründe handeln muss. • [Fußnote: EuGH 16.9.1999, C-27/98, Metalmeccanica Fracasso, Slg 1999, I-5697, Rn 23 und 25; BVwG 30.4.2014, W187 2005633-1/24E, Taborgrabenbrücke, ECLI:AT:BVWG:2014:W187.2005633.1.00 = RPA 2014, 213 (Estermann/Siderits) = ZVB 2014/84 (G. Gruber/T. Gruber).] 

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