Chemische Stoffkategorie
Im Kontext der REACH-Verordnung ist eine Stoffkategorie eine Gruppe von Stoffen, deren physikalisch-chemische, toxikologische und ökotoxikologische Eigenschaften infolge struktureller Ähnlichkeit voraussichtlich ähnlich sind oder einem bestimmten Muster folgen.
Die Ähnlichkeiten können folgende Ursachen haben:
- eine oder mehrere gemeinsame funktionelle Gruppen (zB Aldehyde, Epoxide, Ester oder bestimmte Metallionen),
- gemeinsame Bestandteile oder chemische Klassen und vergleichbare Bereiche von Kohlenstoffzahlen (dies ist häufig bei komplexen Stoffen der Fall, die oft als UVCB-Stoffe (Stoffe mit unbekannter oder variabler Zusammensetzung, komplexe Reaktionsprodukte und biologische Materialien) bezeichnet werden),
- eine zunehmende und gleichmäßige Änderung über die Kategorie hinweg (zB eine Kategorie von Kettenlängen), die häufig bei physikalisch-chemischen Eigenschaften, wie zB dem Siedepunktsbereich, zu beobachten ist, sowie
- gemeinsame Ausgangsstoffe und/oder strukturell ähnliche Produkte des physikalischen oder biologischen Abbaus (zB das „Konzept des Stoffwechselweges“ zur Prüfung verwandter chemischer Stoffe wie Säuren/Ester/Salze).