5.6.18 Verkauf der Ehewohnung im Insolvenzverfahren und Wohnungserhaltungsanspruch
Ist ein Ehegatte über die Wohnung, die der Befriedigung des dringenden Wohnbedürfnisses des anderen Ehegatten dient, verfügungsberechtigt, so hat dieser einen Anspruch darauf, dass der verfügungsberechtigte Ehegatte alles unterlässt und vorkehrt, damit der auf die Wohnung angewiesene Ehegatte diese nicht verliert. Da nur ein Ehegatte den Anspruch auf Wohnungserhaltung hat, endet dieser grundsätzlich mit Rechtskraft der Ehescheidung. Einem geschiedenen Ehegatten kommt aber der Anspruch auch im Fall rechtzeitiger Beantragung eines nachehelichen Aufteilungsverfahrens bis zu seinem rechtskräftigen Abschluss zu. • [Fußnote: RIS-Justiz RS0009537; RS0009566; RS0113119.]